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	<title>Vini e Gusto &#187; Manuel | Vini e Gusto</title>
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	<description>Wein, Wissen und Genuss</description>
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		<title>Bardolino-Wein</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 14:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verkostung]]></category>
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		<description><![CDATA[Guter Wein abseits des Tourismus? Als Cola-Wein bezeichnet der geneigte Snob ganz gerne mal solche Tropfen, die auf einen simplen Massengeschmack ausgerichtet sind. Auch der Bardolino-Wein hat sich diesen Namen leider schon das eine oder andere Mal verdient. Wer kennt [...]<p><a class="more-link" href="http://www.viniegusto.de/?p=470">Weiterlesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Guter Wein abseits des Tourismus?<br />
</strong></span></p>
<p>Als <em>Cola-Wein</em> bezeichnet der geneigte Snob ganz gerne mal solche Tropfen, die auf einen simplen Massengeschmack ausgerichtet sind. Auch der <em>Bardolino</em>-Wein hat sich diesen Namen leider schon das eine oder andere Mal verdient.</p>
<p><span id="more-470"></span></p>
<p><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_1324.jpg"><img class="size-medium wp-image-471 aligncenter" alt="IMG_1324" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_1324-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Wer kennt die Flaschen aus Lebensmitteldiscountern und Supermärkten schließlich nicht, die für oft weit unter zwei Euro versprechen, das Gardasee-Urlaub-Gefühl nach Deutschland zu transportieren? Solche wässrigen Offenbarungen des fehlenden Geschmacks sind dann leider genauso wie das industrielle Ausmaß der Bardolino-Produktion daran schuld, dass der Ruf des Weines sowohl in Deutschland als auch in Italien ziemlich weit unten ist. Man könnte so etwas immerhin noch in die Brause kippen und dann so etwas wie <em>Cherry Coke</em> mit Alkohol erhalten – wir konzentrieren uns aber lieber auf Weine, die es wert sind, genossen zu werden.</p>
<p>Genau solche gibt es nämlich auch im Weinsee des Bardolino-Gebiets einige, unter anderem eben aus dem Örtchen Colà. Gerade im Sommer kann ein leichter, fruchtiger Rotwein (<a href="http://www.viniegusto.de/?p=446">am besten leicht gekühlt</a>) doch so mancher Limonade und so manchem kompliziertem Wuchtwein das Wasser reichen.</p>
<div id="attachment_472" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_1326.jpg"><img class="size-medium wp-image-472 " alt="IMG_1326" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_1326-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Sommer in Bardolino!</p></div>
<p>Dass am Ufer des Gardasees eher zum<em> Aperol Spritz</em> gegriffen wird als zum Bardolino Rosé ist schade, trotzdem ist das Gebiet im Südosten des Sees aber von der Nähe zum Wasser geprägt. Die Landschaft gilt genau genommen sogar als Ebene mit teilweise sehr fruchtbaren Böden; größere Hügel findet man hier anders als zum Beispiel im angrenzenden <a href="http://www.viniegusto.de/?p=106 ">Valpolicella </a>eher selten. Umso mehr muss der ambitionierte Winzer auf gute Arbeit und Einschränkung des sonst überwuchernden Ertrags achten.</p>
<div id="attachment_475" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_6936_bearbeitet.jpg"><img class="size-medium wp-image-475 " alt="IMG_6936_bearbeitet" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_6936_bearbeitet-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Weinberg bei Colà</p></div>
<p>Geographisch ist das Bardolino recht großzügig definiert und reicht von Caprino Veronese bis nach Villafranca und von Valeggio sul Mincio bis nach Garda. Das Classico-Gebiet umschließt die Gemeinden in Seenähe wie Lazise, Colà und eben Bardolino selbst. Eine Einteilung in drei Zonen wird zwar von einigen Herstellern gefordert, stößt bei den Gesetzgebern noch nicht auf Gegenliebe. Dabei unterscheiden sich ein Bardolino von den Hügeln von Lazise und einer von den Feldern Sommacampagnas durchaus, und seit der <em>Bardolino Superiore</em> die höchste Qualitätsstufe DOCG tragen darf, nützt es nichts, beide Weine als austauschbar anzusehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn man nun von Bardolinowein spricht, meint man generell Rot- und Roséwein. Guten Weißwein gibt es dort und in nächster Nähe allerdings reichlich – nur eben unter anderen Namen wie <em>Bianco di Custoza</em>, <em>Lugana</em> oder <em>Soave</em>.</p>
<p><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_6940_bearbeitet.jpg"><img class="size-medium wp-image-476 aligncenter" alt="IMG_6940_bearbeitet" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_6940_bearbeitet-300x168.jpg" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Der gefällige Roséwein der Gegend nennt sich hier wie auch anderorts in Italien <em>Chiaretto</em> und wird so wie der „normale“ Bardolino und der Superiore aus der Traubenmischung aus <em>Corvina</em>, <em>Rondinella</em> und <em>Molinara</em> gekeltert. Der Chiaretto erhält durch die kurze Gärung idealerweise die ganze Fruchtigkeit und belebende Säure seines roten Bruders, ohne aber die Tannine mitzunehmen. Ein kühler oder warum nicht gleich kalter Chiaretto ist der stereotypische „Terrasenwein“ für laue Sommerabende; kernigere Examplare können aber auch mit so manchem Essen von Salaten (sonst schwierig mit Wein zu kombinieren) über Fisch bis zu Grillgut harmonieren.</p>
<p>Der rote Bardolino an sich, gleich ob <em>Classico</em> oder nicht, hat vielleicht den meisten Schaden genommen durch den Schindluder mit dem Namen Bardolino. Dabei kann ein guter Vertreter für wenig Geld viel Spaß im Glas bieten mit seinen frischen Kirschnoten und dem blumigen Aroma bei eher leichtem Körper und Alkoholgehalt – absolut sommertauglich!</p>
<p>Wer’s kräftiger mag, kann zum <em>Superiore</em> greifen, der mindestens ein Prozent mehr Alkohol hat und im Gegensatz zu der regulären Variante auch manchmal Fassausbau erfährt. Das Resultat ist ein reiferer Wein, der Frucht und Körper kombinieren kann.</p>
<p><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_1327.jpg"><img class="size-medium wp-image-473 aligncenter" alt="IMG_1327" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/IMG_1327-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a></p>
<p>So manchem Burgundertrinker möchte man ganz gerne mal blind einen guten Bardolino unterschmuggeln, um dann sein Gesicht zu sehen, wenn man den Preis verkündet. Zumindest in einem Punkt hat das Bardolino auch einen echten Bezug zum Burgund: So entwarf man vor einiger Zeit den <em>Bardolino Novello</em> als Gegenstück zum gleich kurz nach der Ernte erscheinenden Beaujolais Noveau. Wirklich durchsetzen konnte er sich jedoch nie. Macht nichts, normaler Bardolino schmeckt auch jung und muss nicht lagern (nur Superiore könnte es überhaupt ohne etwas zu verlieren).</p>
<div id="attachment_477" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/JD600017.jpg"><img class="size-medium wp-image-477" alt="JD600017" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/JD600017-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Seeblick leider nicht zubuchbar</p></div>
<p>Nachdem wir nun aber so oft den „guten Bardolino“ erwähnt haben, fragt man sich vielleicht beim nächsten Weineinkauf, welcher denn ein solcher sein könnte? Probieren geht über studieren, und das Sparschwein muss man für Bardolino schon nicht schlachten, aber konkrete Tipps haben wir auch parat. Einige der größeren Produzenten wie <em>Guerrieri-Rizzardi</em> werden von anderen Seiten gern empfohlen, wir hätten noch ein Paar Geheimtipps zur Ergänzung: <em>Raval</em> in Bardolino produziert zum Beispiel außerordentlich gefällige Weine. Die <em>Cantina di Custoza</em> mag zwar Mitschuld am „Weinsee“ dank Massenproduktion tragen, rehabilitiert sich aber mit feinen Weinen, auch aus biologischem Anbau. Und im Süden erzeugt <em>Corte Gardoni</em> durch penible Weinbergarbeit und große Sorgfalt elegante Tropfen mit frischer Säure.</p>
<p>Da kann dem nächsten Grillabend also nichts mehr im Weg stehen. Außer dem Wetter, und da können wir leider nichts empfehlen (<em>Heizpilze? Regenschirme? Ventilatoren?</em>).</p>
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		<title>Das Valpolicella &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 16:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Weine des Valpolicella. Nachdem wir letztes Mal einen Blick auf die Rahmenbedingungen warfen, widmen wir uns nun ganz den Weinen! Die Riege aus Rotweinen, die praktisch alle Produzenten im Valpolicella im Programm führen, wird generell aus demselben Traubenmaterial mit [...]<p><a class="more-link" href="http://www.viniegusto.de/?p=434">Weiterlesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Die Weine des Valpolicella.</span></strong></p>
<p>Nachdem wir <a href="http://www.viniegusto.de/?p=106">letztes Mal</a> einen Blick auf die Rahmenbedingungen warfen, widmen wir uns nun ganz den Weinen!<span id="more-434"></span></p>
<p>Die Riege aus Rotweinen, die praktisch alle Produzenten im Valpolicella im Programm führen, wird generell aus demselben Traubenmaterial mit ähnlichem Rebsortenspiegel produziert. Die Reihe der Weine geht dabei vom simplen <em>Valpolicella </em>über den inzwischen sehr in Mode gekommenen <em>Ripasso</em> bis hin zu den Spitzenerzeugnissen <em>Recioto</em> und <em>Amarone</em>.</p>
<div id="attachment_435" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/DSC00664.jpg"><img class="size-medium wp-image-435 " alt="DSC00664" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/DSC00664-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Trauben auf dem Dachboden</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn man Corvina und andere ausgewählte Rebsorten nimmt, ein paar Tage lang vergärt und einige Wochen bis Monate im Stahltank reifen lässt, dann erhält man den einfachen, aber schmackhaften <em>Valpolicella</em>, den Basiswein, den wir oft nur einfach <em>Classico</em> nennen (wenn er denn aus der Classico-Zone kommt). Eher rubinrot und selten dunkel, erinnern seine Aromen meistens an Blumen und Kirschen. Der Körper dieser Weine ist eher leicht bis mittelkräftig, ohne große Tannine, aber manchmal mit einer erfrischenden leichten Bittermandelnote zum Schluss. Dieser Wein sieht eigentlich nie ein Eichenfass von innen, und nur manche Produzenten gewähren im eine längere Reifezeit von mehreren Monaten im Tank  nach der Verarbeitung. Solche reiferen Weine können als <em>superiore</em> bezeichnet werden, sofern sie auch einen etwas höheren Alkoholgrad aufweisen. Im Idealfall ist solch ein Tropfen dunkler und komplexer, aber in der Regel ist ein Valpolicella-Wein ein angenehmer, erschwinglicher Essensbegleiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Besonderheit, die das Valpolicella definiert, ist die uralte und auch heute noch sehr lebendige Tradition, Trauben zu trocknen. Ein Teil der Ernte wird für den Basis-Valpolicella verwendet, während ausgewählte Trauben von den besten Lagen in gut belüfteten Trockenhäusern oder Dachböden gelagert werden. Wenn für konstanten Luftstrom gesorgt ist und auf eventuell auftauchenden Schimmel penibel geachtet wird, so verlieren die Trauben in den 90 bis 120 Tagen, in denen sie ruhen, zwischen 30 bis 50 Prozent ihres Gewichts durch Wasserverdunstung. Von diesen verschrumpelten fast-Rosinen werden die besten Weine gemacht.</p>
<div id="attachment_438" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/JD600028.jpg"><img class="size-medium wp-image-438 " alt="JD600028" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/JD600028-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Nach einem guten Monat Lagerung</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem Trocknen (<em>apassito</em>) ist dann nämlich der Traubensaft stark und völlig natürlich konzentriert, und die lange, langsame Vergärung ergibt einen dunklen, tiefen Wein namens <em>Amarone</em>. Dieser hat einen hohen Alkoholgrad und manchmal auch etwas Restzucker und muss per Gesetz im Fass reifen, bevor er abgefüllt werden kann. So ein Erzeugnis zeichnet sich dann durch tiefe, dunkle Aromen aus: die charakteristischen schwarzen Kirschen; Aromen, die mit der Trocknung der Trauben assoziiert werden wie Rosinen, Nüsse oder Rum, dunkle Schokolade und mehr oder weniger vordergründige Eichenfassnoten von Vanille oder Zimt. Guter Amarone ist genauso teuer wie lagerfähig und stellt die Spitze der Weinproduktion im Valpolicella dar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn seine Fermentation aber aufgehalten wird, bevor der ganze Zucker zu Alkohol umgewandelt wurde, dann erhält man einen kräftigen Wein mit hohem Restzucker (meist mehr als 100g/Liter) – den <em>Recioto</em>. In der Praxis werden Trauben, aus denen Recioto werden soll, sogar noch etwas länger gelagert. Übrigens ist der Recioto wohl der ältere der beiden Weine und kann sich auf antike Vorgänger berufen, wohingegen der Amarone erst im 20. Jarhundert (wieder-)entdeckt wurde. Ein guter Recioto bietet die Komplexität eines Amarone, mit Kirschen, Schoko und Gewürzen, gepaart mit verführerischer Süße. Balance, nicht Opulenz, ist aber oft der Schlüssel für wirklich guten Recioto – aber sowohl Recioto und Amarone sind oft Inbegriffe des opulenten Weins.</p>
<div id="attachment_436" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/IMG_0392.jpg"><img class="size-medium wp-image-436 " alt="IMG_0392" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/IMG_0392-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Für jeden Wein das richtige Fass</p></div>
<p>Ganz paradox dazu sind die Winzer im Valpolicella aber alles andere als verschwenderisch. So hat man sogar eine Verwendung für die übriggebliebenen Trauben und Hefen des Amarone und Recioto nach der Vergärung gefunden – Stichwort <em>Ripasso</em>, der natürlich alles andere als nur ein Restewein ist. Nachdem der fertig vergorene Amarone oder Recioto in Tanks oder Fässer umgefüllt worden ist, kann man dessen Trauben- und Hefereste dem Basis-Valpolicellawein, der schon monatelang fertig ist, hinzufügen. Durch die Traubenreste, die noch Zucker und Inhaltsstoffe in sich haben (und oft auch unverbrauchte getrocknete Trauben), gärt der Wein dann ein zweites Mal für kurze Zeit und erhält mehr Farbe, Alkohol und Geschmack und verwandelt sich vom Valpolicella zum Ripasso. Diese Methode wurde im 20. Jahrhundert erfunden und perfektioniert und wird mittlerweile in der ganzen Region angewandt. Sowohl im Charakter als auch im Preis liegt der Ripasso zwischen dem Basiswein und einem Amarone und kann im Idealfall mit Rum-Kirsch-Rosinen-Schokolade-Bouquet gefallen, ohne so schwer und mächtig wie sein Bruder zu sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während alle diese Erzeugnisse auf Corvina &amp;Co. basieren, wird in der Region aber auch gern mit anderen Rebsorten experimentiert, wobei die Verarbeitung aber oft die gleiche ist. Mancher Winzer erzeugt einen Ripasso (der dann aber anders heißen muss) mit Cabernet Sauvignon drin, andere fügen Sangiovese hinzu und lassen diese Trauben etwas antrocknen. Eine Cuvée aus getrockneten Corvina- und Cabernettrauben darf sich zwar nicht Amarone nennen, fügt dem Schema aber eine weitere interessante Facette hinzu.</p>
<p><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/JD600026.jpg"><img class="size-medium wp-image-437 aligncenter" alt="JD600026" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/05/JD600026-300x224.jpg" width="300" height="224" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie bereits im ersten Artikel über die Region erwähnt, fristen Weißweine im Valpolicella eher ein Schattendasein. Da es aber in anderen, angrenzenden Gegenden sehr ordentliche Weißweine gibt (Lugana, Custoza, Soave), ist dieser Umstand verschmerzbar. Weißer Tafelwein wird zwar auch mitunter angebaut und sogar abgefüllt, ihre beste Bestimmung erfahren <em>Garganega</em> und <em>Trebbiano</em> im Valpolicella aber in Form vom weißen Pendant zum Recioto. Für den weißen Dessertwein trocknen die Trauben ebenfalls und liefern dann einen goldenen Wein mit Honig-Nuss- und Zitrusaromen. So ein <em>Passito</em> kann nicht nur von sich aus begeistern, sondern kann gerade im Vergleich zu so manch anderem Süßwein aus anderen Gegenden und Ländern auch preislich attraktiv sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leider ist all dies aber nur graue Theorie. Und wenn wir hier auf <em>Vini e Gusto</em> in den nächsten Wochen genauer auf Produzenten und Weine aus dem Valpolicella eingehen werden, so kann auch das eines nicht ersetzen: selbst probieren!</p>
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		<title>Cha do mal her: Das VINI e GUSTO Tee-ABC</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Mar 2013 18:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Heiße Tasse für Besserwisser: Teil 1: A bis K! Da der Frühling ja noch etwas auf sich warten lässt, machen wir es uns mit einer heißen Tasse Tee gemütlich. Doch was trinken wir da eigentlich? Vorausgeschickt sei, dass Tee im [...]<p><a class="more-link" href="http://www.viniegusto.de/?p=369">Weiterlesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Heiße Tasse für Besserwisser: Teil 1: <em>A</em> bis <em>K</em>!</span></strong></p>
<p>Da der Frühling ja noch etwas auf sich warten lässt, machen wir es uns mit einer heißen Tasse Tee gemütlich. Doch was trinken wir da eigentlich?<span id="more-369"></span></p>
<p>Vorausgeschickt sei, dass Tee im eigentlichen Sinne nur vom Teestrauch <i>Camellia sinensis</i> stammt und wir den Begriff im Folgenden auch so verwenden – alles andere ist nur Aufguss. Und wer noch mehr wissen will oder erfahren möchte, welcher Tee nach seinem Geschmack sein könnte, der kann sich unseres kleinen ABCs für Genießer und Schlaumeier bedienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Abkürzungen</strong>: Vor allem bei Schwarztee üblich, geben Blattgrad an. Wenig Aussagekraft über das Produkt. Vor allem schwankt die Interpretation je nach Plantage und Hersteller. Generell gilt: je länger, desto besser (zumindest teurer).</p>
<div id="attachment_370" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/darjblatt.jpg"><img class="size-medium wp-image-370 " alt="darjblatt" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/darjblatt-300x203.jpg" width="300" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Darjeeling TGFOP1 Blatt-Tee</p></div>
<p><strong>Afrika</strong>: Eher mittelprächtige Qualitäten aus ostafrikanischen Länder wie Kenia und Malawi. Potential nach oben.</p>
<p><strong>Aromatisierte</strong> <strong>Tees</strong>: Modeprodukt der letzten Jahre. Schwarz- oder Grüntee wird mehr oder weniger natürlich verfeinert und vermischt. Klassisch: Earl Grey. Für Sangria-Trinker.</p>
<p><strong>Assam:   </strong>Großes subtropisches Anbaugebiet in Nordostindien. Kräftiger, malziger Schwarztee für Cabernet-Trinker und Ostfriesen.</p>
<p><strong>Beutel</strong>: Was dem Wein sein Tetrapak, ist dem Tee sein Beutel: Die Verpackung ist es nicht, die Schuld am Inhalt hat. Teebeutel sind auch generell völlig in Ordnung, bieten aber weniger Auswahl als lose Ware.</p>
<p><strong>Bio</strong>: Bei Blättern, die man von Hand erntet und später in (fast) kochendem Wasser ziehen lässt, ist Spritzmittelverzicht sicher keine schlechte Idee. In heißen Gegenden wie Assam ist Bio-Anbau leichter als zum Beispiel in Darjeeling oder Japan.</p>
<p><strong>Blatt-Tee</strong>:  Blätter, die ohne besondere Zerkleinerung getrocknet und verkauft werden. Generell nur lose und nie im Teebeutel zu finden. Bizarre Abkürzungen wie FTGFOP sagen etwas über die Qualität des Blatts, nicht aber unbedingt über den Geschmack aus.</p>
<p><strong>Broken</strong>: Absichtlich oder unabsichtlich zerkleinerte Blätter, Bestandteil des Teebeutels. Ergiebiger und kräftiger als Blatttee.</p>
<p><strong>Ceylon</strong>: Alte und bei Tee noch gängige Bezeichnung für Sri Lanka. Sehr variable Qualität, exportiert Unmengen an staubigem Schwarztee für Teebeutel.</p>
<p><strong>Cha</strong>: Japanisch für ‘Tee‘. <i>Cha-Do</i> ist deren Teezeremonie.</p>
<p><strong>Chai</strong>: Indisches Nationalgetränk – Schwarztee mit Gewürzen, Milch und Zucker. Mitunter wird auch nur die Mischung aus Zimt, Cardomon, etc. als <i>Chai</i> bezeichnet.</p>
<p><strong>China</strong>: Sprichwörtlich teereiches Land. Die einstige Quasi-Monopolstellung büßte China mit den Opiumkriegen (egtl. Teekriege) ein. Heute nur wenig Export: würzig-süßlicher Schwarztee, gepriesener Grüntee, Spezialität Pu-Erh.</p>
<p><strong>Darjeeling</strong>: Indisches Anbaugebiet am Fuße des Himalaya. Eher leichte, blumige Schwarztees, die manchmal als Champagner des Tees bezeichnet werden (kosten auch entsprechend).</p>
<div id="attachment_371" class="wp-caption aligncenter" style="width: 263px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/cup.jpg"><img class="size-medium wp-image-371 " alt="cup" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/03/cup-253x300.jpg" width="253" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Darjeeling-Tee; oft sogar noch heller</p></div>
<p><strong>Earl Grey</strong>: Mit Bergamottenöl aromatisierter Schwarztee. Im Idealfall fein zitrusfruchtig, billige Exemplare erinnern an WC-Reiniger. Für Star Trek-Fans.</p>
<p><strong>Fermentation</strong>: Trennt den schwarzen vom grünen Tee. Gänzlich un-rassistisches Verfahren, bei dem den Blättern einfach erlaubt wird, mit Sauerstoff zu reagieren und Farbe und Aromen zu entwickeln.</p>
<p><strong>Flush</strong>: Fachbegriff für die Ernte. In den tropischen Anbaugebieten sind mehrere pro Saison möglich. Die erste ist meistens leichter als die zweite.</p>
<p><strong>Formosa</strong>: Alte Bezeichnung für Taiwan. Bei Tees noch üblich, oder für Monty Burns-Imitationen.</p>
<p><strong>Gelber Tee</strong>: Jung gepflückter grüner Tee.</p>
<p><strong>Grüner Tee</strong>: Teeblätter, bei denen die natürliche Oxydation nach der Ernte unterbunden wird, werden zu Grüntee. Geschmackliche Variation von kräftig-bitter über grasig zu leicht und blumig-mild. Für Weißweintrinker.</p>
<p><strong>Hundertmark</strong>: Großer deutscher Blatt-Tee-Importeur.</p>
<p><strong>Indien</strong>: Bedeutendste Teenation für Schwarztee dank britischem Kolonialismus.</p>
<p><strong>Japan</strong>: Bedeutender Produzent von angesehenem Grüntee in Pulver- oder Blattform.</p>
<p><strong>Java</strong>: Produziert neben Kaffee und Softwareplattformen auch Tee.</p>
<p><strong>Karawanentee</strong>: Typisch russische Mischung, kräftig mit einem Teil Rauchtee. Ab damit in den Samowar.</p>
<p><strong>Keemun</strong>: Chinesischer Schwarztee. Mittelkräftig, würzig und leicht süßlich. Für Burgunderfreunde.</p>
<p><strong>Kräutertee</strong>: Für Leser mit schlechtem Kurzzeitgedächtnis – ist nämlich kein Tee im eigentlichen Sinne. Generell auch zu variantenreich, um auf alle einzugehen.</p>
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		<title>Châteaufneuf-du-Pape vom Discounter</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Mar 2013 16:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verkostung]]></category>
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		<category><![CDATA[Châteauneuf-du-Pape]]></category>
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		<description><![CDATA[Für 10 Euro ins Konklave! Châteauneuf-du-Pape (‘neues Papstschloss‘), diese vollmundige Bezeichnung ist nicht nur ein päpstliches Schloss bei Avignon aus dem 14. Jahrhundert, dieses leiht seinen Namen auch einer der angesehensten Weinregionen Frankreichs. Spätestens seit auch der Kritikerpapst, nein, sagen [...]<p><a class="more-link" href="http://www.viniegusto.de/?p=248">Weiterlesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><i>Für 10 Euro ins Konklave!</i></strong></p>
<p><strong><i>Châteauneuf-du-Pape</i> </strong>(‘neues Papstschloss‘), diese vollmundige Bezeichnung ist nicht nur ein päpstliches Schloss bei Avignon aus dem 14. Jahrhundert, dieses leiht seinen Namen auch einer der angesehensten Weinregionen Frankreichs.<span id="more-248"></span></p>
<p>Spätestens seit auch der Kritikerpapst, nein, sagen wir Kritikermogul (denn schlechte Wortspiele folgen noch genügend) Robert Parker das Dorf an der Südrhône mit seinen (Rot-)Weinen für sich entdeckt und es mit hohen Bewertungen bedacht hat, kostet das Fläschchen auch mehr als jeder Messwein.</p>
<div id="attachment_251" class="wp-caption aligncenter" style="width: 298px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Foto.jpg"><img class="size-medium wp-image-251 " alt="Foto" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Foto-288x300.jpg" width="288" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Päpstliches Siegel auf den Reliefflaschen</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus gegebenem aktuellen Anlass haben wir uns auf die Suche nach einem Châteauneuf-du-Pape-Wein gemacht, für den man keinen Kirchenschatz besitzen muss. In den gänzlich säkularen Hallen von Aldi-Süd und Lidl sind wir auch fündig geworden. Für einen Lebensmitteldiscounter ist allerdings der Preis der beiden Flaschen schon ungewöhnlich hoch – einen ganzen Kirchenzehnten (10 Euro) bezahlt man für den üblichen Wein dort sonst nicht.</p>
<p>Klar, Châteauneuf-du-Pape ist eine Prestigeregion, und der erlaubte Ertrag ist den Winzern dort auf ein relativ niedriges Niveau festgelegt. Woanders fängt das Pontifextröpfchen auch eher bei 20 Euro erst an und hört so schnell auch nicht auf (ganz anders als, na, Sie wissen ja).</p>
<p>Dem geneigten Weinskeptiker bleibt also die gleiche Frage wie dem Laien, der sich beim Lebensmitteleinkauf einen Festtagstropfen gönnen will: Löst ein 10-Euro-CdP allgemeine Stürme der Acclamatio aus oder investiert man sein Geld besser in andere Weine?</p>
<p>Getreu dem Motto „Prälat trifft Prädikat“ haben wir uns also folgende Weine vorgeknöpft:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Châteauneuf-du-Pape 2011, Aldi-Süd, 13,5%vol, 9,99€</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Châteauneuf-du-Pape „<i>Cru de la Vallé du Rhône</i>“ 2011, Lidl, 14,5%vol, 9,99€</strong><b> <a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Foto3a.jpg"><img class="size-medium wp-image-252 aligncenter" alt="Foto3a" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Foto3a-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a></b></p>
<p>Gern wird zum Châteauneuf-du-Pape mit dem Fakt aufgewartet, dass bis zu 22 verschiedene Rebsorten drin sein können; tatsächlich ist er von der <i>Grenache</i> dominiert und um typische Rhône-Sorten (Syrah, Mourvedre) ergänzt. Unter 12,5% Alkohol darf der kräftige Rotwein gar nicht abgefüllt werden. Qualitätsmerkmal ist daher, ob der Wein seinen hohen Alkohol- und Gerbstoffgehalt auch mit genügend Reife und Aroma verbinden kann.</p>
<p>Bei unseren beiden Kandidaten war dies leider nicht der Fall. Manche Châteauneuf-du-Pape-Weine muss man noch lagern und reifen lassen, bei Exemplaren aus dem unteren Preissegment sollte dies aber nicht nötig sein. Hier hätte es auch nichts gebracht. Beide Weine sind gerade aromatisch erschreckend nichtssagend und riechen bestenfalls nach undefiniertem, leicht fruchtigem Rotwein.</p>
<p>Am Gaumen bieten sie auch nicht viel mehr; der Aldi-Wein kann nach einiger Zeit zum Atmen zumindest mit kerniger Säure und unscharf definierter Frucht punkten, der Lidl-Vertreter wirkt von vorne bis hinten zwar reif, aber viel zu alkoholisch und geschmacksarm.</p>
<p>Reife dunkle Frucht oder würzige Noten, wie man sie bei Grenacheweinen für weit weniger Geld leicht findet, sind praktisch Fehlanzeige.</p>
<p>Wir haben unser Urteil gefällt und können leider nur schwarzen Rauch signalisieren.</p>
<p>Die frohe Botschaft ist aber, dass man diese zwei Weine nun getrost vermeiden kann. Ein Prestigewein vom Discounter muss kein Kardinalsdelikt sein, aber die besseren Optionen wären in der Regel schon, entweder im Fachhandel etwas draufzulegen, oder im Lebensmittelhandel zu einer günstigeren Option zu greifen. Bei einem <i>Côtes-du-Rhône</i> oder <i>Languedoc</i>-Wein zahlt man weniger für den Namen und hat dafür deutlich mehr Spaß im Glas. Und darum geht es uns ja bei <strong><i>VINI e GUSTO</i></strong>.</p>
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		<title>Das Valpolicella</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 19:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Vini]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Amarone]]></category>
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		<category><![CDATA[Recioto]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Region und ihre Weinberge. Für viele Italienfreunde dürfte der Brennerpass eine fast schon mythische Bedeutung haben. Wenn man nicht gerade nur nach Südtirol fährt, führt an der Region Valpolicella auch kaum ein Weg vorbei – bildlich gesprochen, denn es [...]<p><a class="more-link" href="http://www.viniegusto.de/?p=106">Weiterlesen</a></p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Region und ihre Weinberge.</p>
<p>Für viele Italienfreunde dürfte der Brennerpass eine fast schon mythische Bedeutung haben. Wenn man nicht gerade nur nach Südtirol fährt, führt an der Region <i>Valpolicella</i> auch kaum ein Weg vorbei – bildlich gesprochen, denn es liegt nur wenige Kilometer nördlich von Verona direkt im Autobahnbogen.</p>
<p>So wird das Valpolicella geographisch von seiner Lage zwischen den Lessiner Bergen im Norden, dem Gardaseeufer im Westen und der Etschebene mit Verona im Süden grob definiert. Unterschieden wird dann noch zwischen dem historischen Kern der Gegend, der <i>Classico</i>-Zone, und dem erweiterten Gebiet, das im Osten an den Ort Soave grenzt. Den östlichen Teil teilen sich zugleich viel neutraler Valpolicellawein und einige der elitärsten Produzenten wie <i>Dal Forno</i>.</p>
<p class="size-thumbnail wp-image-111">Die <i>Classico</i>-Region, die wir schon öfter besuchten, besteht aus markanten Hügelketten und den Gemeinden dazwischen: Fumane, Marano und Negrar.</p>
<div id="attachment_113" class="wp-caption aligncenter" style="width: 363px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Valpolicella_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-113" alt="Die Weinberge im Valpolicella" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Valpolicella_1-300x224.jpg" width="353" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Die Weinberge im Valpolicella</p></div>
<p>Anders als die Touristenmagneten Gardasee und Verona ist das Valpolicella noch angenehm ländlich. Die Landschaft ist dominiert von Weinbergen, Kirschbäumen und Olivenhainen. Gerade im Frühjahr strotzt die Gegend nur so von Grün und Blühen.</p>
<p>Das moderate Klima ist weitaus weniger feucht als am wenige Kilometer entfernten See und trägt seinen Teil zur Attraktivität des Valpolicella bei. Noch attraktiver sind für uns aber seine Weine.</p>
<p>Die meisten Weinberge der Region weisen noch die traditionelle Reberziehung des Trentiner Bogen auf, der einem aus Südtirol bekannt sein dürfte. Hier teilt sich der Weinstock nach ungefähr zwei Metern Höhe in eine Y-Form auf. Da diese Anbaumethode aber erfordert, dass man beim Laubschnitt immer bei der Sache ist und sie mitunter zu hohen Ertrag liefert, wechseln viele Winzer nach und nach zu der <i>Guyot</i>-Methode, wie sie auch in Deutschland vorkommt.</p>
<div id="attachment_112" class="wp-caption aligncenter" style="width: 341px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Rebe_Valpolicella.jpg"><img class="size-medium wp-image-112" alt="Reben im Valpolicella" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Rebe_Valpolicella-300x225.jpg" width="331" height="251" /></a><p class="wp-caption-text">Reben im Valpolicella</p></div>
<p>Die Rebsorten im Valpolicella sind ebenso typisch wie traditionell. Außerhalb der Region findet man sie noch im <i>Bardolino</i>, sonst aber kaum irgendwo. Die berühmten Roten, vom bescheidenen Tafelwein bis hin zum prestigeträchtigen <i>Amarone</i> oder <i>Recioto</i> werden generell alle aus dem selben Sortenspiegel gekeltert. Darunter ist die <i>Corvina</i> die, die den Löwenanteil stellt und die typischen Kirscharomen liefert. Zusammen mit ihrem größeren Klon <i>Corvinone</i> muss diese Sorte 70% in DOC-Weinen ausmachen. Eine Reihe weiterer Reben komplettiert das Bild: <i>Molinara</i>, <i>Rondinella</i>, <i>Croatina</i>, <i>Oselata</i> sind Namen, die man außerhalb der Region nur selten antrifft; und auch hier nehmen sie nur unterstützende Rollen ein.</p>
<p>Aber auch internationale Rebsorten haben ihren Weg ins Valpolicella gefunden, vor allem die üblichen Verdächtigen <i>Cabernet</i> <i>Sauvignon</i> und <i>Merlot</i>. Am erfolgsversprechendsten sind diese vielleicht in solchen manchmal noch experimentellen Weinen, die die einheimischen mit den französischen Sorten kombinieren und mit <i>IGT</i> designiert sind.</p>
<p>Weiße Trauben gibt es natürlich auch, doch kann man es sich leisten, diese erst am Schluss zu erwähnen. Verglichen mit der Bedeutung, die der Rotwein der Gegend spielt, tritt ihre Bedeutung etwas in den Hintergrund. Mitunter findet man die italienischen Allrounder <i>Garganega</i> und <i>Trebbiano</i> in Tafelweinen; öfters aber werden sie zu einem Süßwein verarbeitet, der dann das weiße Pendant zum roten Recioto darstellt – aber dazu mehr im zweiten Artikel: <a href="http://www.viniegusto.de/?p=434"><i><span style="text-decoration: underline;">Das Valpolicella – Die Weine</span></i>.</a></p>
<div id="attachment_111" class="wp-caption aligncenter" style="width: 369px"><a href="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Valpolicella_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-111  " alt="Ein Blick über das Valpolicella" src="http://www.viniegusto.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Valpolicella_2-300x224.jpg" width="359" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Blick über das Valpolicella</p></div>
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